Haben will! Oder: Wo kriegt man Deine Bilder?

Natürlich wird das jetzt sofort die Frage aufwerfen, wo man diese tollen Cliparts und Bilder denn nun kaufen kann. Und die Antwort lautet: Natürlich hier – zumindest in ganz naher Zukunft. Im Moment ist der Shop noch nicht geöffnet. Aber ich hoffe wirklich, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis hier gekauft werden kann, dass der Einkaufswagen glüht. Bis dahin (und auch darüber hinaus) verweise ich auf die Microstockagenturen, die momentan meine Bildchen beherbergen. Ich stelle Sie im Folgenden mal vor, versehen mit ein paar Kommentaren von meiner Seite …

Shutterstock Shutterstock ist der Platzhirsch in Microstockszene, sozusagen der Jägermeister unter den Kräuterlikören. Mehr als 10 Millionen Bilder sind dort inzwischen zu finden. Der Vorteil für uns Graphical-Content-Developer ist, dass Shutterstock seine Lieferanten nicht allzusehr quängelt: Faire Conditionen, keine Versuche die Fotografen exklusiv an sich zu binden – und gute Verkäufe. Daher mit Recht der größte unter den Agenturen. Für Käufer hat Shutterstock einen kleinen Nachteil: Es gibt Shutterstock nurim Abomodell, das bedeutet, wenn Sie ein Bild dort kaufen wollen, müssen Sie mindestens für einen Monat dort Mitglied werden. Das ist nicht ganz billig – im Gegenzug bekommen Sie aber bis zu 750 Bilder.

FotoliaFotolia hat ein unglaubliches Tempo drauf: Mit inzwischen auch schon 4 Mio. Bildern ist Fotolia zwar kleiner als Shutterstock aber hat dafür gerade für uns in Deutschland einige spürbare Vorteile: Während bei den meisten anderen Agenturen, die Bilder in englischer Sprache verschlagwortet werden, und dann ins Deutsche übersetzt werden, sind viele Bilder in Fotolia direkt in ‚unserer‘ Sprache erfasst worden. Das hilft ungemein, besonders dann, wenn man Bilder zu hiesigen Themen sucht. Besonders angenehm: Auch wenn man nur mal ein Bild braucht, kann man es hier recht kostengünstig erwerben.

Dreamstime nähert sich den 8 Millionen Bildern. Diese Fotoagentur hat  sowohl ein Abomodell für die Käufer als auch die Option, einzelne Creditpakete zu kaufen. Damit kann man dann ein Bild in einer ‚guten‘ Auflösung kaufen oder mehrere Bilder in Webqualität. Die Webseite ist schnell und komfortabel, allerdings in meinen Augen etwas nüchtern. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Es isst ja schließlich auch nicht jeder Schmalzbutterbrote mit Rübenkraut und Salz …

BigStockPhotoBigStockPhoto ist im letzten Jahr gekauft worden. Ein Schicksal, dass einigen Stockagenturen zuteil wurde. Diese Agentur hat ‚Glück‘  gehabt und wurde von Shutterstock gekauft. Glück deswegen, weil einige andere Agenturen nach dem Kauf geschlossen worden sind – u.a. StockXpert. BigStockPhoto bietet auch den Verkauf von einzelnen Bildern ist also eine Bereicherung für den Besitzer Shutterstock. Allerdings ist BSP deutlich kleiner und noch lange nicht so komfortabel wie andere Agenturen aber ich bin sicher, hier wird sich noch einiges tun.

CanStockPhoto hat sich für mich zu einem Glücksgriff entwickelt: Obwohl recht klein und unscheinbar, sind die Umsätze recht gut. Die Webseite  ist recht puristisch aber schnell und einfach. Offenbar spricht das einige Käufer an. Außerdem werden die Bilder von CSP von einigen Fotosuchmaschinen recht gut gefunden, was sich natürlich positiv bemerkbar macht.

123 RF (RF steht für Royalty Free, also lizenzfreie Bilder)  ist eine der kleineren Agenturen und für mich im Moment mehr ein Experiment. Noch lohnt der Aufwand des Hochladens und der Kategorisierung von Bildern kaum den Umsatz den ich dort generiere. Aber, wer weiß, das kann sich ja noch ändern. Die Preise für Bilder sind für den Käufer jedenfalls recht attraktiv. Also, warum nicht dort einfach mal vorbei schauen …

Hallo Welt! Oder: Warum noch eine neue Webseite!

Google ist schuld!

Keine Ausrede. Die Datenkrake ist schuld, dass ich nun noch eine Webseite in die Welt gesetzt habe. Vor einigen Tagen habe ich von den ‚Do-no-evil‘-Leuten einen Gutschein über sensationelle 75 € für die Nutzung von AdWorts bekommen. Und da ich den unmöglich so einfach verfallen lassen konnte (geschenkt-ist-geschenkt), habe ich mir gedacht, fülle ich die Domain, die ich mir schon seit Angedenken der Internetmenschheit gesichert habe, nämlich www.3dcliparts.de mit Leben. So weit, so phantasielos. Aber, damit das ganze auch einen Sinn bekommt, habe ich mich entschlossen, direkt auch einen Shop daraus zu machen, indem man die ClipArts, die ich erstelle auch direkt kaufen kann. Doch der Reihe nach:

Seit einigen Jahren erstelle ich ClipArts, Grafiken und Illustrationen und verkaufe Sie im Internet. Das ist ein netter kleiner Nebenerwerb, den ich ungern missen möchte. Hauptberuflich bin ich eigentlich Entwickler, Programmierer und Produktmanager – je nach Sichtweise der  Dinge. Aber dazu gibt es sicherlich in anderen Beiträgen hier schon bald mehr zu lesen. Bislang habe ich meine Grafiken bei den großen Microstock-Agenturen (groß und gleichzeitig Micro? Was denn nun …) verkauft. Ich werde sie auch weiterhin dort verkaufen, denn schließlich erreichen sie vielmehr Menschen als ich es mit meinen bescheidenen Mitteln jemals schaffen werde.

Auf der anderen Seite, habe ich mit meiner eigenen Seite viel mehr Möglichkeiten Content zu zeigen und – ja – auch zu verkaufen, was in dieser Form in den meisten Agenturen nicht möglich ist. So werden die meisten meiner Bilder im PNG-Format erstellt. Das bedeutet für die Kunden, das die Bilder perfekt freigestellt sind, mit Alphakanal und allem drumherum. Leider akzeptieren die Bildagenturen diese PNGs nicht und ich muss die Bilder ins JPG-Format umwandeln. Damit ist ein großer Vorteil der computergenerierten Bilder zunichte  gemacht.

Außerdem sind die Microstocker etwas zickig, wenn es darum geht, viele Bilder zu einem Thema zu akzeptieren. Wenn Du (also in diesem konkreten Falle Ich) zehn digital erstellte Bilder von Himmeln in unterschiedlichen Farbstellungen in die Agentur einstellst, dann stehen die Chancen ganz gut, das diese zehn Bilder akzeptiert werden. Wenn Du (also wieder Ich) aber rund 2.000 verschiedene Himmelbilder mit Wasser, Sonne, Meer, Sonnenauf- und untergängen und mit Spezialeffekten im Portfolio hast, dann kannst braucht man sich die Arbeit erst gar nicht zu machen, die Bilder hochzuladen. Sie werden garantiert abgelehnt. Also brauche ich eine Plattform um diese Bilder dennoch zeigen und verkaufen zu können.

Herzlich Willkommen auf dieser, meiner Plattform!